Video, 21 Minuten, 2004

Gebt nicht das Heilige den Hunden; werft auch nicht eure Perlen vor die Schweine, damit sie diese nicht etwa mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen! Matthäus 7,6

Der Film greift dieses Zitat aus Matthäus 7,6 auf und transformiert es auf spielerische Weise. Durch einen Match-Cut wird die Verknüpfung von menschlichem Heim und tierischen Stall hergestellt (die Perle ist das Bindeglied) und öffnet ein weites Spektrum an Assoziantionsräumen: Party, Dekadenz, Spiel, Zerstörung, Massentierhaltung, Opfer, Gewalt, Macht, Lust, Kultur, ‘Trautes Heim‘, Mensch, Rausch, Tier....

Begriffe & Symbolik: Perlen – Schweine
(1) Perle: Eine Perle stellt einen Schatz, etwas Wertvolles, das Kostbare schlechthin dar. Im Orient ist sie Zeichen von Reichtum. Perlen sind noch heute überaus wertvolle Handelswaren und werden als teurer Schmuck verwendet. Sie stehen in Gleichnissen für das, was uns wertvoll ist.
In Hiob 28,18 heißt es: Wer Weisheit erwirbt, hat mehr als Perlen.
In Matthäus 13,45 wird das Himmelreich mit einem Schatz, einer kostbaren Perle verglichen.
(3) Schweine: Das Schwein ist im Judentum ein unreines Tier, das weder für kultische Handlungen noch als Nahrung in Frage kam (siehe z.B. 3.Mose 11,7 ;5.Mose 14,8 ). Schweine stehen als Abbild für Sünde und Schmutz ( Sprüche 11,22 ). Es galt in Israel als Götzendienst, Schweine für Gott zu opfern ( Jesaja 65,4 und Jesaja 66,17 ). (Quelle: www.nikodemus.net)